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Aachener Dom Aachen Dom

  
Gründe gibt es in der Geschichte von Aachen genug, den Aachener Dom 1978 als erstes deutsches Baudenkmal in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufzunehmen.

Der Aachener Dom – Realisation eines Kaisertraums

Aachener Dom Aachen
Der Aachener Dom (c) fotoplantage.de
Kaiser Karl realisiert vor 800 mit dem Bau der repräsentativen Pfalz seinen Traum eines „neuen Roms“ in Aachen. Mittelpunkt ist die Kirche, die als achteckiger Zentralbau nach dem Vorbild Byzantinischer Palastkirchen errichtet ist. Die innere Höhe von über 31 Metern ist seit der Römerzeit im Norden einmalig und bleibt bis zur Hochromanik unübertroffen.

Die Marienkirche (Pfalzkapelle) wird die Begräbnisstätte Karls des Großens, 936 wird sie für die nächsten sechshundert Jahre Krönungsort der deutschen Könige. Im Jahre 1002 wird der Kaiser Otto III in der Kirche Karls des Großen beigesetzt. Seit der gotischen Zeit ziehen große Pilgerscharen alle sieben Jahre während der Heiligtumsfahrt nach Aachen, um die vier großen Heiligtümer zu verehren.

Von 1355 bis 1414 wird die gotische Chorhalle dem Karlsbau hinzugefügt; dieses Glashaus von Aachen ist die leuchtende Hülle für den Karlsschrein, in dem die Gebeine des inzwischen heiliggesprochenen Herrschers ruhen. Während des 15. Jh. entstehen die meisten Kapellen, die den Zentralbau umgeben. Das späte 19. Jahrhundert fügt dem Bauensemble mit dem Ausbau des Westturm einen weiteren Akzent hinzu. Durch Napoleon wird Aachen erstmals Bischofssitz.

Die jahrhundertelange Wertschätzung und Verehrung der Aachener Marienkirche als Begräbnisstätte Karls des Großen, als Krönungsort der deutschen Könige, als Ziel der Heiligtumsfahrten zeigt sich in einer Fülle Ausstattungsstücken. Schließlich ist der Domschatz insgesamt ein einzigartiges Zeugnis der ehrwürdigen Geschichte der Marienkirche Karls des Großen; dieser Kirchenschatz findet außerhalb von Italien nicht seinesgleichen.