 | | Schloss Bellevue (c) Steuermann, pixelio.de | Das Schloss Bellevue in Berlin dient dem Bundespräsidenten als Amtssitz. Empfänge und staatliche Veranstaltungen finden in den alten Mauern des Schlosses statt. Das Schloss Ferdinand von Preußens erhielt seinen Namen aufgrund der traumhaften Aussicht auf die Spree. Es liegt am Westrand vom Tiergarten, direkt am Spreeufer, unweit der Siegessäule, vom Reichstagsgebäude und dem Brandenburger Tor, die auch zu den Sehenswürdigkeiten in Berlin gehören.
Das Schloss Bellevue, das bereits im Jahr 1786 erbaut wurde, hat in seiner Geschichte viele Eigentümer und viele verschiedene Nutzer gesehen. Ferdinand von Preußen nutze sein Schloss als Lustschloss und königlichem Landsitz. Sein Sohn August wohnte in dem Schloss bis zu seinem Verkauf an Friedrich Wilhelm IV., der es unter anderem nutzte um die „Vaterländische Galerie“ zu eröffnen. Die Galerie wurde im Erdgeschoss des Schlosses 1844 eingerichtet und widmete sich der zeitgenössischen Kunst Preußens. Sie gilt allgemein als Vorgängerin der Nationalgalerie. Im Ersten Weltkrieg war das Schloss Bellevue Tagungsort der obersten Heeresleitung und der Regierung. Das Schloss verkam in den späten 20’ger Jahren zum Bürogebäude und teilweise zu einem Mietshaus. |