 | | Siegessäule in Berlin (c) Janos-Balazs, pixelio.de | Die Siegessäule in Berlin wurde von 1864 bis 1873 zu Ehren des Sieges im deutsch-dänischen Krieg erbaut. Sie galt einst als Nationaldenkmal der Einigungskriege. Der eigentliche Standort der Säule war der Platz der Republik, dem ehemaligen Königsplatz direkt vor dem Reichstagsgebäude, von dem Sie jedoch 1938/39 auf den Standort großer Stern wo sie auch heute noch zu finden ist, verschoben wurde.
Die Nationalsozialisten verschoben die Siegessäule auf ihren heutigen Standort in ihrer Vision, von der großdeutschen Hauptstadt Germania. Den Zweiten Weltkrieg überlebte die Säule, ohne nennenswerte Schäden davongetragen zu haben. Jedoch stand sie kurzzeitig vor dem aus, als die Franzosen ihren Abriss im Alliiertenkontrollausschuss beantragten. Briten und Amerikanern ist es zu verdanken, dass die Siegessäule auch heute noch in ihrer Pracht über Berlin wacht. Abmontiert wurden jedoch die an den deutsch französischen Krieg erinnernden Bronzetafeln, die nach Paris gebracht wurden.
Zur 750 Jahrfeier, fanden die Tafeln ihren Weg zurück nach Berlin wo sie in unvollständiger Form zusammen mit der Tafel zu Ehren des deutschen Krieges wieder ihren Platz im Sockel der Säule einnahmen. Im Jahr 1989 war die vollständige Renovierung der Siegessäule abgeschlossen und sie war wieder für die Besucher zugänglich.
Ein zu verurteilender Anschlag auf die Säule erfolgte im Jahr 1991, als eine linksgerichtete Organisation einen Sprengsatz auf der Säule zündete. Die Säule überstand diesen Anschlag ohne Menschenleben beklagen zu müssen und wurde anschließend 10 Monate lang repariert. |