Um eine ausreichend große Speicherstadt bauen zu können, mussten an die 20.000 Menschen umgesiedelt werden. Eine enorme Leistung, die den Bauherren bevorstand und die sicherlich nicht ohne einzelne Härtefälle ablief. Die Wohngebiete der Elbinseln Kehrwieder, Brook und Wandrahm standen dem gigantischen Projekt der Speicherstadt im Wege und mussten dieser weichen. Gewachsene Stadtbezirke deren Bausubstanz bis ins 17. Jahrhundert zurück reichten, wurden abgerissen. Eine Wunde von der sich Hamburg jedoch mit dem Bau der Speicherstadt selbst schnell erholte. Die Speicherstadt steht heute unter Denkmalschutz und ist ein stummer Zeitzeuge der Baukunst des späten 19. Jahrhunderts.
Heute ist die Speicherstadt kein Bestandteil mehr vom Hamburger Freihafen und das zuhause von vielen legendären Klubs und Restaurants. Sie ist das Ziel unzähliger Touristen und gehört zu den Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten von Hamburg. Die Speicherstadt mit ihrer unverkennbaren Architektur ist das Motiv zahlloser Fotografien und Bilder. Die selbst ein großes Freilichtmuseum beherbergt und zudem in ihren Mauern zahlreiche Museen und Ausstellungen. Dadurch wurde sie so regelrecht zum Publikumsmagnet. Sehr beliebt bei Touristen sind die Hafenrundfahrten, die auch ihren Weg in die Fleete der Speicherstadt ausdehnen.
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