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Kurische Nehrung ATTRAKTIONEN:

 
Kurische Nehrung

Kurische Nehrung

  
Die Kurische Nehrung ist eine schmale aber fast hundert Kilometer lange Landzunge, die das Haff von der Ostsee trennt. Die Kurische Nehrung liegt zwischen Klaipeda (dt.: Memel) und Lesnoje (deutsch: Sarkau), von dem heute 52 km zu Litauen und 46 km zu Russland gehören.

Gerade der litauische Teil der Kurischen Nehrung ist ein beliebtes Reiseziel, Mittelpunkt des Fremdenverkehrs ist die Ortschaft Nida, wo sich Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätze und Gastronomie befinden. Besonders Sehenswert und eine der Attraktionen ist das Thomas-Mann-Kulturzentrum in Nidden auf der Kurischen Nehrung in Litauen, welches seit 1995 ein litauisch-deutsches Kulturzentrum ist und sich im ehemaligen Ferienhaus des deutschen Schriftstellers und Nobelpreisträger Thomas Mann (* 6. Juni 1875 in Lübeck; † 12. August 1955 in Zürich) befindet und ihm gewidmet ist.

Das Kurische Haff ist windgeschützt und fischreich; deshalb ließen sich baltische Kuren schon vor fünftausend Jahren hier nieder. Nida, das ehemalige Nidden, ist das bekannteste der sechs litauischen Dörfer auf der Kurischen Nehrung. Die Nehrung besteht ausschließlich aus Sand mit riesigen Wanderdünen, die in den vergangenen Jahrhunderten, nach der Abholzung in der frühen Neuzeit, immer wieder Ortschaften unter sich begruben. Die Große Düne bei Nidden (litauisch Nida), eine der größten Dünen in Europa, wird auch die ostpreußische Sahara genannt.

Die Nehrung ist eine ganz eigenartige Landschaft; ein lang gestreckter Sandkasten, die Dünen sind bis sechzig Meter hoch; durchaus Sahara-würdig. Der Sage nach, soll die schöne Riesin Neringa den Sand in ihrer Schürze herbeigeschleppt und aufgeschüttet haben, um die Kuren vor der Gewalt des Meeresgottes Bangputis zu schützen. Die breiteste Stelle der Kurischen Nehrung mit 3,8 km befindet sich beim Bulvikio ragas (Bullwikscher Haken), vier Kilometer nordöstlich von Nidden. Die schmalste liegt bei der Siedlung Lesnoje (deutsch: Sarkau, litauisch: Sarkuva) und ist nur 380 m breit.

Bei Klaipėda befindet sich eine etwa 300 m breite Verbindung zwischen diesen Gewässern. Seit 2000 gehört die Kurische Nehrung zum Weltkulturerbe der UNESCO. Der seit 1945 litauische Teil der Kurischen Nehrung wurde zum Nationalpark Kuršių Nerija, der seitdem russische Teil zum Nationalpark Kurschskaja Kossa erklärt. Im Mai 2006 verbrannten über 200 Hektar Kiefernwald im nördlichen Teil der Kurischen Nehrung.