Die Geschichte des Nymphenburger Schlosses ist so vielseitig wie das Schloss selbst. 1741 wurden in dem Schloss die Nymphenburger Verträge unterschrieben, in denen sich Frankreich, Spanien, Bayern und Sachsen gegen Österreich verbündeten. 1747 wurde hier die Nymphenburger Porzellanmanufaktur gegründet. Nachdem 1825 König Maximilian I im Schloss starb, wurde 1845 sein Urenkel König Ludwig II dort geboren. Als 1918 der Erste Weltkrieg begann, kam Schloss Nymphenburg in Krongutverwaltung, danach in Staatseigentum. Die Wittelsbacher erhielten jedoch lebenslanges Wohnrecht im Schloss, zurzeit lebt Franz von Bayern im Mittelgebäude des Prunkbaues.
Im Zweiten Weltkrieg blieb das Schloss Nymphenburg glücklicherweise von großen Zerstörungen verschont. Die Ausnahme war ein Volltreffer in der Schlosskapelle. Ein Besuch des Schlosses ist auf jeden Fall sehr lohnenswert. Besichtigt werden können unter anderem das Geburtszimmer von König Ludwig II, das Deckenfresko im so genannten steinernen Saal, das chinesische Lackkabinett und das Audienzzimmer mit dem Doppelportrait der Schlossgründer Ferdinand Maria und Henriette Adelaide sowie ihr ehemaliges Schlafzimmer. Ein Muss für jeden geschichtsinteressierten Besucher bei einer Städtereise nach München.
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