Am Anfang des 20. Jh. war der Berg der Kreuze schon weit bekannt, hier fanden zahlreiche Gottesdienste, Kirchweihfeste statt. Während der sowjetischen Besatzung fing die "Vernichtung" der hier aufgestellten Kruzifixe durch die Machthaber an, die hölzernen Kruzifixe wurden kaputt gemacht, verbrannt, die eisernen zum Schrott abgegeben, die Stein- und Betonkruzifixe zerschlagen, vergraben oder im Bach versenkt. so wurden jährlich mehr als 500 Kruzifixe auf dem Berg der Kreuze vernichtet.
Seit 1988 ist der Berg der Kreuze nicht nur wieder Eigentum von Litauen, sondern auch der ganzen Welt. Nun wurden bereits über einhundert tausend verschiedenster Kruzifixe, Gebetstöcke und Betsäulen, Skulpturen der Heiligen sowie Bilder mit den auf ihnen aufgehängten Rosenkränzen auf dem Berg der Kreuze gezählt.
Im September 1993 besuchte den Berg der Kreuze in Siauliai auch Papst Johannes Paul II. Er hielt eine heilige Messe ab und betete für die litauischen Märtyrer des Glaubens und das ganze christliche Europa. Während der Vorbereitung für die Apostelreise des Heiligen Vaters wurde 1993 gegenüber dem Berg der Kreuze eine Kapelle errichtet, an der Messe nahmen 100 tausend Pilger aus aller Welt teil. Hier findet immer am letzten Juli Wochenende das Ablassfest des Bergs der Kreuze statt.
Anfahrt zum Berg der Kreuze:Mit dem eigenen Auto, oder einem Mietwagen die A 12 / E 77 in Richtung Joniskis und Riga nehmen, beim Schild „KRYZIØ KALNAS 2 km“ nach rechts abbiegen. Auf der genannten A 12 / E 77 befindet sich auf der rechten Strassenseite ein Fahrradweg, somit kann man den Berg der Kreuze auch mit dem Fahrrad erreichen. Vom Busbahnhof Siauliai fahren die Busse in Richtung Siauliai-Joniskis mehrmals täglich.
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